Gspässigi LütDas Stück kurz zusammengefasst

In der Villa ‹Waldfrieden› leben liebenswürdige Menschen mit kleinen Handicaps. Sie haben die Unzulänglichkeiten des Lebens hinter sich gelassen und pflegen ein liebevolles Miteinander.

Neu kommt Frau Wildi – auch eine etwas sonderbare Dame – in die eingeschworene Gemeinschaft. Ihre erwachsenen Stiefkinder haben für ihre Einlieferung gesorgt, weil sie um das Familienvermögen bangen. Frau Wildi hat nämlich eine Stiftung gegründet, welche anderen Menschen völlig verrückte und unnötige Herzenswünsche erfüllen soll.

Irritiert und fasziniert geht Frau Wildi auf ihre neuen Mitbewohner und den Alltag in der Villa ein und gewinnt Verbündete, welche ihr helfen wollen, das Vermögen vor den gierigen Stiefkindern zu verstecken. Langsam verwischen die Grenzen zwischen Normalität und dem ganz normalen Wahnsinn…

Der Autor

Der amerikanische Stücke- und Drehbuchautor John Patrick wurde als John Patrick Goggan am 17. Mai 1905 in Louisville, Kentucky geboren. Nach einer unglücklichen Kindheit in Pflegehäusern und Internaten studierte er in Harvard und Columbia Sprachen und amerikanische Literatur. Sein erstes Theaterstück «Hell freezes over» lief 1935 für kurze Zeit am Broadway. Dieser Erfolg eröffnete ihm die Karriere eines Drehbuchschreibers in Hollywood. Während des Zweiten Weltkriegs schrieb er das Erfolgsstück «Das heisse Herz», mit dem er 1949 über die Grenzen Amerikas hinaus bekannt wurde. 1953, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, schrieb er das Stück «Das kleine Teehaus», für das er den Pulitzer-Preis und den Tony Award für Drama erhielt. Am 7. November 1995 verstarb John Patrick.

Die Regisseurin

Barbara SchweizerMeine Kindheit verlief originell. Eine schrullige Schauspielertante aus Amerika, ein kauziger Opa mit der ausserordentlichen Gabe, Geschichten bemerkenswert ausgefallen zu erzählen und eine etwas andersartige Weltanschauung halfen mit, mir schon früh den Weg zu den ungewöhnlichen Brettern, die die Welt bedeuten, zu ebnen.
Ich-Kind spielte eine wunderliche Kuckusmutter, den drolligen 7. Zwerg oder auch ein eigentümliches Mädchen mit kuriosen Strümpfen.
Ich-junge-Erwachsene versuchte mich u.a. als bizarre Landlady im Schmockerlisi, als wirre Gangstertochter in der Bettler Oper oder als spleenige Löwin im musikalischen Nashorn. 1995 spielte ich selber in „Gspässigi Lüt“ die Rolle der exzentrischen Lilybelle bei der Spiegelbühne, wo ich dann 2 Jahre später meine erste Regieassistenz übernahm. 1998 folgte dann mein erste eigene Regie mit «Dr Geischterzug», ebenfalls bei der Spiegelbühne. Lassen Sie sich heute von mir entführen in eine seltsame, normwidrige, eigenartige, bizarre, verdrehte, absonderliche, divergente, närrische, sonderbare, skurrile, kauzige, atypische, schräge – kurz gesagt: Gspässige Welt, und gniessen Sie es! Es wird merkwürdig.

Die Inszenierung im Überblick

“Eine etwas sonderbare Dame”
“Gspässigi Lüt”
(The curios Savage)
Komödie in 3 Akten
von John Patrick
Deutsch von Joseph Glücksmann
Programmheft

Aufführungsrechte

Verlag Felix Bloch Erben, Berlin.
Vertretung für die Schweiz: Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG, 8008 Zürich

Zeitungsbericht

Im Thuner Tagblatt vom 04.02.2017 ist folgender Bericht zur Prémière erschienen.

Auf der Bühne

Irene Müller-Flück Irene Müller-Flück
spielt Esther P. Wildi, die Dame
Corina Frehner Corina Frehner
spielt Franziska, die Flatterhafte
Christoph Graf Christoph Graf
spielt Jérôme, der Verletzte
Pia Germann Pia Germann
spielt Flurina Caviezel, die Mütterliche
Marco Schneiter Marco Schneiter
spielt Henri, der Geiger
Barbara Dietrich Barbara Dietrich
spielt Frau Paddock, die Malerin
Eva Suter Eva Suter
spielt Schwester Veronika
Antonia Huber Antonia Huber
spielt Frau Dr. Enzler
Omar Dietrich Omar Dietrich
spielt Samuel, Richter
Isabella Zbinden Isabella Zbinden
spielt Lilly Belle, Vielgeschiedene
Kurt Spöri Kurt Spöri
spielt Titus, Nationalrat
Marianne Schiess Marianne Schiess
Regieassistentin

Hinter der Bühne

  • Regie: Barbara Schweizer
  • Deutsche Übersetzung: Joseph Glücksmann
  • Bearbeitung/Übersetzung in Mundart: Barbara Schweizer
  • Probeassistenz: Marianne Schiess
  • Bühnenbild: Andreas Stettler
  • Kostüme: Christine Bercher
  • Technik: Beat Jörg
  • Helfer Bühnenbau/Technik: Klaus Tschannen
  • Requisiten: Yvonne Gfeller
  • Maske: Christine Bercher, Barbara Krebs, Gertrud Scherer, Katrin Schweizer, Anna Siegenthaler
  • Koordination: Antonia Huber, Isabella Zbinden
  • Administration: Jacqueline Coendet
  • Finanzen: Marianne Schiess
  • Werbung/Presse: Rolf Steffen
  • Vorverkauf: Marcel Wyler
  • Premierenapéro: Nathalie Zbinden
  • Webseite: Mario Wymann
  • Programmgestaltung: atelier z-grafix.ch
  • Fotos: fotostudio z-arts.ch

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